Rapé (auch geschrieben hapé oder rapéh) ist ein feines Schnupfpulver, das in vielen amazonischen und anderen indigenen Traditionen verwendet wird. Die Basis ist meist ein potenter Tabak wie Nicotiana rustica (Mapacho), häufig kombiniert mit der Asche bestimmter Bäume oder Pflanzen und manchmal zusätzlichen Botanika, die je nach Hersteller und Linie variieren.
Es wird verabreicht, indem das Pulver mit Kraft in jedes Nasenloch geblasen wird, traditionell von einer anderen Person mit einer Pfeife (tepi) oder selbst mit einem kleinen Applikator (kuripe). Die Wirkung ist unmittelbar und intensiv — ein starker Rausch, tränende Augen und manchmal Erbrechen — gefolgt von einem Gefühl der Erdung, Klarheit und Konzentration. Rapé ist nicht psychoaktiv im psychedelischen Sinne; seine Hauptwirkstoffverbindung ist Nikotin (Benowitz, 2010).
Da es im Wesentlichen ein konzentriertes Tabakprodukt ist, das schnell verabreicht wird, birgt Rapé die kardiovaskulären, Toxizitäts- und Abhängigkeitsrisiken von Nikotin sowie die Intensität seiner akuten Reaktion. Diese Seite fasst zusammen, was es ist, was es bewirkt und welche Risiken es birgt; siehe auch unsere Seite über Tabak.